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abschied.

Ich weiß, es ist nur für 6 Monate. Ich weiß, dass sie zu 99,9 % wieder zurückkommt. Ich weiß, dass sich nicht viel ändern wird, solange sie weg ist. Ich werde immernoch 17 sein, Ian und ich werden (hoffentlich) noch zusammen sein, ich werde noch immer nicht alleine Auto fahren können. In der Fußball-WM werden die Deutschen noch nicht ihr erstes Spiel gehabt haben. Im Großen und Ganzen wird also alles so bleiben, wie es ist.

Es geht im meine Schwester. Sie wird morgen - um 20.15, Primetime-Zeit - in den Flieger nach Australien steigen. Nein, zuerst nach Dubai, dann weiter nach Sydney. 6 Monate lang wird sie dort Work&Travel machen, zusammen mit ihrer Kindergartenfreundin. Ich freue mich wahnsinnig für sie, und es wird vermutlich eine ganz schön wichtige Erfahrung in ihrem Leben. 19, das 1,2er Abi in der Tasche, nur mit dem Rucksack bepackt, durch Down-Under reisen, neue Leute kennenlernen, ab und zu arbeiten.

Morgen werde ich mich von ihr verabschieden. Es ist das erste Mal seit 17 Jahren, dass wir so lange getrennt voneinander sind. Normalerweise sind wir ein Herz und eine Seele, einfach nicht zu trennen. Sie ist wie meine beste Freundin, die im selben Haus wohnt.

Natürlich hat es auch Vorteile, dass sie geht. Ich habe zum Beispiel jetzt doppelt so viele Klamotten. Im Februar, wenn die Abi-Lernphase kommt, habe ich das Haus größtenteils für mich, ich habe meine Ruhe und kann mich konzentrieren. Ich habe die Freitag- und Samstagabende Zeit für meinen besten Freund, oder für Ian, ohne das Gefühl zu haben, meine Schwester zu vernachlässigen. Und ich bin mir sicher, dass wir auch 6 Monate ohne den anderen auskommen können.

An sich könnte ich dem morgigen Tag also eigentlich ganz locker entgegentreten. Wäre da nur nicht dieses winzige Fünkchen Angst, das ich da spüre ...
Normalerweise kann man sich ziemlich sicher sein, dass ihr nichts passiert. Tausende junger Menschen machen dieses Work&Travel jedes Jahr, und denen passiert auch nichts. Sie hat uns versprochen, nicht zu surfen, einen Haiangriff kann man also auch ausschließen.

Ich habe nur wahnsinnige Angst, dass ihr doch irgendetwas zustoßen könnte. Denn es könnte sein - wenn die Wahrscheinlichkeit auch noch so klein ist -, dass ich sie morgen das letzte Mal sehe. Und nicht nur das letzte Mal für 6 Monate, sondern für immer. Und dieser Gedanke macht mich noch verrückt.

- Ich weiß, eigentlich sollte man so etwas gar nicht denken dürfen. Man muss sich klar machen, dass ihr nichts passieren wird, denn solche angsterfüllten Gedanken helfen einem in keiner Weise. Deshalb macht diese Angst auch nur einen winzigen Teil von mir aus. Ich habe Hoffnung und Vertrauen, in sie selbst und in das Schicksal.

Denn ich kann nicht ohne meine Schwester leben - das geht einfach nicht.
10.12.13 22:07
 
Letzte Einträge: verletzt werden., rückwärts., da sein., Keine Schmetterlinge.


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