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unterschied der kulturen.

Ich brauche eure Hilfe, und zwar die von jedem von euch. Ihr könnt mir helfen, bei der Entscheidung in einem Bereich, in dem ich mich überhaupt nicht auskenne und der mir so fremd ist wie kaum etwas anderes.

Jeder von uns gehört einer Kultur an - jeder hat ein Mutterland, und jeder weiß, dass andere Menschen andere Länder und andere Wertvorstellungen haben. Was ist jetzt also, wenn ein Mensch sich zwischen zwei verschiedenen Kulturen befindet und diese im Konflikt miteinander stehen? Was, wenn man sich notgedrunngen für eine der beiden entscheiden muss?
- in dieser Situation befindet sich mein Freund Ian, und in gewisser Weise befinde auch ich mich in ihr.

Dazu müsst ihr vorerst einiges wissen.

Ian hat für ein Jahr einen Schüleraustausch nach Spanien gemacht. Er lebte dort bei einer Familie und hatte drei jüngere Geschwister. Da er zu seiner richtigen Mutter nach der Scheidung seiner Eltern kaum mehr Kontakt hat, wuchs ihm seine spanische Mom sehr ans Herz, und auch seine kleinen Geschwister wurden für ihn zu seiner richtigen Familie. Seit er wieder in Amerika ist, vermisst er sie alle sehr und sie skypen fast täglich, da seine Mom ihren Sohn und seine Geschwister ihren großen Bruder schrecklich vermissen.
Letzten Freitag haben Ian und ich gemeinsam mit seiner spanischen Mom geskyped, und ich war froh, dass sie sehr nett zu mir war und das Gespräch auch wirklich locker und ungezwungen verlief. Doch Ian erzählte mir, dass die beiden, seit er und ich ein Paar sind, in einem kleinen Streit sind. Dabei geht es um diesen Unterschied der Kulturen, von dem ich vorher noch nicht einmal wusste, dass er in diesem Maße existiert.



In Spanien ist es verpöhnt, wenn nicht sogar verboten, dass ein Junge bei seiner Freundin übernachtet. Es gilt als schlechte Erziehung, als viel zu lockerer Umgang mit den Jugendlichen, und als respektlos gegenüber dem Mädchen. Mädchen, die bei ihrem Freund übernachten, gelten sogar als eine Art Schande für die Familie.
In Amerika, zumindest da, wo ich herkomme, ist das ganz anders. Meine Eltern erlaubten mir sofort, dass Ian bei mir übernachtet, da sie mir vertrauen und wissen, dass ich sehr verantwortungsvoll bin. Auch Ians Dad hatte nichts dagegen einzuwenden - denn unsere Eltern kennen ihre Kinder, sie wissen, dass wir nichts "Gefährliches" oder Unverantwortungsvolles tun.
Ians spanische Mom hat mich gestern in Facebook angeschrieben, und das Gespräch entwickelte sich zu diesem Thema hin. Es war ein langes Herumargumentieren, ich werde versuchen, es für euch kurz zusammenzufassen:

Sie sagte mir, dass Ian sich ihr - als seiner Mom - gegenüber respektlos verhalte, da er nicht nach den spanischen Wertvorstellungen handelt. Ich versuchte ihr zu erklären, dass er jetzt in Amerika ist und sich eben wieder in die Gesellschaft hier eingefunden hat. Sie sagte nur "this is not my son. The Ian we all grew to love had Spanish values." Ich wollte ihr erklären, dass Ian doch immernoch derselbe war, und dass dies eben ein Unterschied unsrer Kulturen war, den man irgendwie akzeptieren müsse. Doch sie meinte, dass sich Ian mit der Entscheidung, bei mir zu übernachten, für mich und damit gegen sie entschieden habe. Sie wolle dadurch nicht länger verletzt werden und deshalb würden sie und Ian vermutlich getrennte Wege gehen.

 

Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll. Ich will nicht, dass Ian sich zwischen mir und seiner Familie entscheiden muss - das würde ich nie von ihm verlangen. Diese Entscheidung kann man nicht treffen, sie ist sogar unmöglich zu treffen. Man kann nicht entscheiden, ob man seine Freundin oder die Familie mehr liebt.
Ich werde, sobald wir uns wieder treffen, auf jeden Fall mit ihm darüber sprechen und versuchen, eine Lösung zu finden.

Aber gibt es vielleicht etwas anderes, das ich tun kann? Ich will nicht, dass seine Familie in Spanien Schlechtes von mir denkt. Ich will nicht, dass er sie durch mich verliert. Ich will nicht, dass es ein Entweder-oder sein muss.

Und ich will nicht, dass das alles so kompliziert ist.

20.10.13 19:56
 
Letzte Einträge: verletzt werden., rückwärts., abschied., da sein., Keine Schmetterlinge.


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