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actually i could be happy for them.

Ich sehe sie. Zusammen. Lachend. Glücklich.


Sie haben es beide verdient, das weiß ich. Brookes Jahr war das schlimmste ihres Lebens - sie hat ihren Vater verloren. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sich das anfühlt, aber ich weiß, dass es wahnsinnig wehtun muss. Man braucht einen Vater, vor allem in unserem Alter. Du brauchst jemanden, der dir sagt, dass dein Kleid zu kurz ist, oder jemanden, der deinen neuen Freund erst einmal ganz genau unter die Lupe nimmt. Und diesen wichtigen Menschen hatte Brooke verloren.

Auch Nate verdient es, glücklich zu werden. Seine Eltern hatten sich getrennt, im Laufe des letzten Jahres waren so viele Geheimnisse ans Licht gekommen - zum Beispiel, dass sein Vater noch einen Sohn hat, den er im Alter von 19 Jahren bekommen hat. Aber darüber erzähle ich euch ein anderes Mal. Jedenfalls hat auch er ein vergleichsweise schwieriges Jahr hinter sich.

Also, verdienen es zwei Menschen, denen Schlimmes passiert ist, nicht, dass sie glücklich sind?

- Glaubt mir, diese Frage habe ich mir in letzter Zeit öfter gestellt, als ich es eigentlich wollte. Und ich bin immer zu dem gleichen Schluss gekommen: 
Eigentlich schon.

Aber dieses "Eigentlich", das sich in diesen Satz schleicht, hat viel mehr Bedeutung, als man glauben mag. Ja, eigentlich würde ich mich für sie freuen. Ja, eigentlich verdienen sie es. Und ja, eigentlich habe ich nichts dagegen.

Doch überall, wo ein Eigentlich ist, da ist auch ein Aber. Und dieses Aber ist in meinem Fall leider riesengroß.
- Ja, eigentlich würde ich mich für sie freuen. Ich kann es aber nicht, weil ich jedes Mal, wenn ich sie sehe, diesen fürchterlichen Schmerz in der Brust spüre. Also kann ich mich nicht freuen - wenn man sich freut, dann lächelt man. Und mir ist jedes Mal zum Weinen zumute, wenn ich nur an sie denke. Also nein, ich kann mich überhaupt nicht für sie freuen.
- Ja, eigentlich verdienen sie es. Beide verdienen jemand anderen zu haben, mit dem sie mal wieder lachen können und der sie liebt. Aber ich verdiene es auch, glücklich zu sein. Und ich verdiene mit Sicherheit nicht diesen riesengroßen Schmerz. Mein Herz verdient keine Stiche, meine Wunden verdienen es zu heilen.
- Ja, eigentlich habe ich nichts dagegen. Eigentlich müsste ich mich mit dem Gedanken anfreunden, dass Nate irgendwann ein anderes Mädchen lieben würde. Aber musste es gerade meine Freundin Brooke sein? Musste sie auf unserer Schule sein, musste ich sie deshalb jeden Tag sehen?

Ihr seht, dieses Eigentlich bringt ganz schön viele Bedingungen mit sich. Und glaubt mir, es ist nicht einfach, immer mit diesem Eigentlich und dem Aber, das es mit sich zieht, zu leben.

Ehrlich gesagt hasse ich es.

27.4.13 19:02


ex-boxfriend and best friend - a good idea?

Das hier ist etwas völlig Neues, total aus dem Kontext gegriffen. Aber es beschäftigt mich, mehr als meine Vergangenheit mit Nate. Mehr als Probleme in der Familie, mehr als alles andere, was gerade so in meinem Leben los ist. Deshalb muss ich es jetzt aufschreiben, mit euch teilen. Vielleicht hilft es.

 

Nate und ich haben uns getrennt, so viel wisst ihr schon. Vielleicht sollte ich lieber sagen, dass er sich von mir getrennt hat. Das machte es umso schwerer, und es ist immernoch schwer. Ich konnte nicht verstehen, was ich falsch gemacht hatte. Nach 2 Jahren liebte er mich plötzlich nicht mehr, ohne Grund?

Etwa einen Monat, nachdem er Schluss gemacht hatte, ging ich auf die Abschiedsparty eines gemeinsamen Freundes. Ich musste Nate den ganzen Abend zusehen, wie er feierte und einfach mit seinen Freunden Spaß hatte - als hätte ihm die Trennung überhaupt nichts ausgemacht. Als würde er gar nicht bemerken, wie schlecht es mir ging, dass ich überhaupt im selben Raum war. Das tat unheimlich weh.
Ich verließ die Party nach etwa zwei Stunden und eine meiner besten Freundinnen - Brook - bemerkte, dass mit mir etwas nicht stimmte. Ich erzählte ihr von meinem Schmerz und von Nate und sie versicherte mir, dass Nate ein Arsch sei und dass er irgendwann bereuen würde, jemanden wie mich gehen zu lassen.

Jetzt kam es aber so, dass Brook bald anfing sich mit Nate zu treffen. Sie gingen öfter ins Kino und lernten manchmal zusammen. Am Anfang dachte ich noch "Gut, dass es nur Brook ist. Sie ist meine Freundin, sie würde mir das nicht antun und mit ihm etwas anfangen." Auch, als ich sie danach fragte, ob da etwas lief, sagte sie, dass die beiden nur befreundet wären.

 

Seit 3 Wochen sind sie jetzt offiziell zusammen. Und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Es steht mir nicht zu, eifersüchtig zu sein - schließlich müsste ich schon längst über Nate hinweg sein. Es steht mir auch nicht zu, auf Brook sauer zu sein - man kann sich nun mal nicht entscheiden, in wen man sich verliebt. Und es steht mir viel weniger zu, nichts mehr mit den beiden zu tun haben zu wollen. Oder?

Es steht mir nicht einmal zu, dass es mir wehtut. Aber genau das tut es, und ich weiß nicht, was ich dagegen tun soll. Es tut schon weh, wenn ich nur an die beiden denke. Ich hätte mir Nate nie mit einem anderen Mädchen vorstellen können, aber mit Brook? Es tut unglaublich weh, wenn ich weiß, dass sie sich jedes Wochenende treffen und ausgehen. Es tut sogar schon weh, wenn ich sehe, dass die beiden gleichzeitig in Facebook online sind und mir denke, dass sie gerade schreiben. So "messed up" bin ich.


Meint ihr, dass ich irgendetwas falsch mache? Oder wieso zur Hölle tut es so weh, wenn ich an die beiden denke? Wieso kann ich mich nicht einfach für sie freuen und es dann vergessen? Warum ist es jedes Mal, als würde mir jemand mit dem Messer ins Herz stechen?

14.4.13 20:11


death.

Kennt ihr das, wenn ihr mit jemandem über etwas Ernstes reden wollt, aber der andere nimmt es nicht so ernst, wie ihr es gerne hättet? Kennt ihr das, wenn jemand anders eure Situation einfach nicht versteht? Wenn jemand einfach nicht für euch da ist, obwohl ihr es eigentlich brauchen würdet?

- genau so war es mit Nate.

Ich brauchte einen Freund, der für mich da war, der sich einfach mit mir hinsetzen und mir zuhören konnte. Er musste sich ja nicht mein ganzes Mädchen-Gebabble anhören, das hätte ich nie von ihm verlangt. Aber es gibt einfach Situationen, die man mit seinem Partner teilen muss. Und es tut weh, wenn der nicht will, dass man irgendetwas mit ihm teilt.

Ich weiß noch, dass es mir an einem Tag im September wahnsinnig schlecht ging. Es wäre der 6. Geburtstag meiner kleinen Bruders Matt gewesen - doch Matt ist im Alter von 5 Jahren an Leukämie gestorben. Ich werde auch heute noch wahnsinnig traurig, wenn an ihn denke oder sein Bild auf unserer Kommode stehen sehe. Seine kleinen Hände, die noch nicht einmal schreiben konnten. Sein Gesicht, das trotz der schweren Krankheit solche Freude ausstrahlt. Selbst wenn ich jetzt darüber schreiben, kommen mir die Tränen.

Und mit Nate konnte ich nicht darüber sprechen. Ich erklärte ihm, wieso ich so traurig war, und es kam nichts. Er antwortete nur "Oh.". Mehr nicht. Ich hätte nicht von ihm erwartet, dass er mich versteht - niemand, der nicht das Gleiche durchgemacht hat, kann verstehen, wie es einem geht. Aber Nate hätte trotzdem für mich dasein können. Er hätte mich in den Arm nehmen können, oder er hätte sagen sollen, dass ich mit ihm reden könnte, wenn ich wollte. Er hätte mir sagen können, dass er für mich da war, egal, was passierte. Ich hätte ihn gebraucht, in Momenten wie diesen.

Doch es kam nichts. Und das tat unglaublich weh.

5.4.13 21:01


growing up.

Eigentlich will ich euch so schnell wie möglich meine ganze Geschichte erzählen. Ich will bei der Gegenwart angelangen, und zwar deshalb, weil ich im Moment auch ziemlich schwierige Entscheidungen treffen muss. Entscheidungen für's Leben, für die Zukunft. Ich glaube, dass es mir helfen wird, es mit euch allen zu teilen. Oder, wie ich es auf Englisch sagen würde: "blogging it out!"

 

Aber um meine jetzige Situation zu verstehen, müsst ihr zuerst über mein bisheriges Leben bescheid wissen. Und ich sage nicht, dass mein Leben erst mit Nate richtig begonnen hat, denn das wäre komplett falsch. Doch er hat mir zum ersten Mal gezeigt, was es eigentlich bedeutet zu leben. Durch ihn hat - so kitschig es auch klingen mag - mein Leben erst einen Sinn bekommen. Er war der erste Schritt in mein "erwachsenes" Leben, weg vom Kindsein.

Und das tat wirklich, wirklich gut.

5.4.13 20:39


2 people at the same time?

dManchmal frage ich mich, ob es möglich ist, zwei Menschen zur gleichen Zeit zu lieben. Dieses Dilemma kommt in jeder Teenie-Serie mindestens ein mal vor. Versteht mich nicht falsch, ich liebe diese Serien - 90210, One Tree Hill, Pretty Little Liars, Gossip Girl. Wenn ich einen Tag hätte, an dem ich überhaupt nichts machen müsste, würde ich eindeutig am laufenden Band solche Serien anschauen.

Also, zurück zum Thema - glaubt ihr, dass es möglich ist?

 

Ich denke, dass es unter bestimmten Umständen sein kann. Und zwar entweder dann, wenn man beide haben könnte, oder, wenn man keinen haben kann. Lasst mich das genauer erklären:

Wenn ich zum Beispiel gerade mit jemandem zusammen bin und dann treffe ich jemand anderen, der so charmant und süß ist, dass ich anfange, an meinem Freund zu zweifeln. Wenn mir nun der andere gesteht, dass er sich in mich verliebt hat, ich aber genau weiß, dass ich mit meinem Freund noch glücklich bin und der mich auch liebt - dann ist es möglich, beide auf bestimmte Weisen zu lieben. Man muss sich dann entscheiden. Bleibt man bei seinem Freund, den man schon lange kennt und sich schon an ihn gewöhnt hat? Oder braucht man etwas Neues, braucht man einen neuen Anfang? Natürlich muss man sich schnell entscheiden - dass man beide liebt geht auf lange Dauer nicht.  Doch in der Zeit, in der man sich entscheiden muss, denke ich, ist es sehr wohl möglich, dass man für beide Typen Gefühle hat.

Genau so ist es, wenn sich zum Beispiel der Freund von dir getrennt hat. Irgendwie liebst du ihn noch, aber dir ist klar, dass er nicht einfach so mit dir Schluss gemacht hat und seine Gründe hatte. Wenn du dann jemand neuen triffst, den du total magst und mit dem du dir etwas vorstellen könntest, dann gibt dir das zuerst neue Hoffnung. Doch wenn sich dann herausstellt, dass der auch kein Interesse an dir hat, dann wird es kompliziert. Auch dann, glaube ich, kann man zwei Menschen gleichzeitig lieben, und das sogar für eine lange Zeit. Dann würde man - so blöd es auch klingt - mit dem zusammenkommen, der sich zuerst für dich entscheidet. Nicht, weil man unbedingt einen Freund braucht, sondern weil man beide liebt und irgendwie mit beiden zusammensein will.

 

Auch, wenn es in den Teen-Serien immer als ziemlich kompliziert dargestellt wird, würde ich eindeutig die erste Variante bevorzugen. Wenn ich schon zwei Menschen gleichzeitig liebe, dann sollten die mich auch wenigstens zurücklieben. Natürlich fällt die Entscheidung schwer; doch trifft man dann nicht mit jedem die richtige? Ich meine, beides sind Typen, die sich in dich verliebt haben und dich schätzen. Wie kann man da eine falsche Entscheidung treffen? Es ist doch schlimmer, wenn man gar keine Entscheidung zu treffen braucht, weil man weiß, dass es sowieso nichts bringen würde - weil sie dich beide nicht lieben.

 

Was meint ihr dazu? Ich würde wirklich gerne eure Meinungen dazu hören. 
Der Grund, wieso ich euch das erzähle, ist folgender: Wenn ich euch erst einmal meine Lebens- und Liebesgeschichten erzählt habe, werdet ihr feststellen, dass ich in genau so einer Situation war. Ich habe zwei Jungs gleichzeitig geliebt und keiner von beiden hatte wirkliches Interesse an mir. Und das ist scheiße, glaubt mir!

3.4.13 21:47


future plans - lack of responsibility.

Gibt es in jeder Beziehung Dinge, die einen am anderen aufregen?

- Ich würde diese Frage auf jeden Fall mit Ja beantworten. Die Schwierigkeit liegt nur darin, wie man damit umgeht.

 

Obwohl mit Nate alles perfekt zu laufen schien, erkannte ich im Laufe des ersten Jahres unserer Beziehung viele Eigenschaften an ihm, mit denen ich nicht klar kam.
Es freute mich, dass er sich Gedanken über seine Zukunft machte - er wusste, dass er nach der Highschool nichts im Büro arbeiten wollte. Er brauchte einen aufregenden Job mit etwas Action. Deshalb hatte er sich fest vorgenommen, sich bei der SWAT zu bewerben. Er liebte Videos, in denen sich die Spezialeinheit im James-Bond-Style aus einem Konflikt entzog. Und ich musste zugeben, dass mir der Gedanke irgendwie gefiel, die Freundin eines solchen muskulösen Mannes zu sein, der die Welt rettete.
Doch eine Sache, die mich an Nate ganz besonders nervte, war es, wie er mit seiner Zukunft umging und dass er nicht verstand, dass wir genau jetzt, in der Schule, die Grundbausteine dafür legten. Nate hätte ein richtig guter Schüler sein können, sogar ein reiner Einserschüler - wenn er nur gewollt hätte. Wenn er ab und zu den Lernstoff wiederholt und sich manchmal hingesetzt und gelernt hätte, wäre er der Beste seines Jahrgangs gewesen. Doch irgendwie war er zu faul dazu. Ich sagte es ihm immer wieder, auf eine sehr nette Art. Doch irgendwie wollte er es nicht. Er schrieb wahnsinnig schlechte Noten und blieb beinahe sitzen, weil er zu Hause einfach überhaupt nichts für die Schule tat.

Ich konnte nie verstehen, wie er so verantwortungslos sein konnte. Er würde den Abschluss höchstwahrscheinlich schaffen, das schon. Doch war ihm bewusst, dass er für eine Ausbildung bei der SWAT vermutlich auch einen gewissen Schnittbrauchte?
Vielleicht war ich auch einfach zu spießig, was das anging. Ich bin nie zufrieden, wenn ich nicht mein Bestes getan habe, und ich lerne ziemlich viel - doch dafür schreibe ich auch super Noten. Wenn ich etwas tue und dann etwas Gutes dabei rauskommt, dann bin ich stolz auf mich. Dann weiß ich, dass sich die Arbeit auch gelohnt hat.

Wieso also konnte Nate nicht verstehen, wie wichtig das alles war? Ich weiß es bis heute nicht. Alle seine Freunde sagten ihm, er solle sich doch ein bisschen anstrengen, eben nur so, dass er nicht jedes Jahr versetzungsgefährdet war. Doch er tat nie irgendetwas.

Das war eines der Dinge, das mich an Nate extrem nervte. Nachdem ich ihn ein paar Mal darauf hingewiesen hatte, ließ ich es einfach bleiben. Ich wollte nicht wie seine besserwisserische Mutter wirken, gerade weil ich ein Jahr jünger war als er. Doch innerlich nervte es mich schon, wenn er alle paar Wochen mit einem D oder schlechter nach Hause kam.

Vielleicht hätte ich ihn öfter darauf ansprechen sollen. Vielleicht hätte ich dann innerlich nicht diese Wut und dieses Unverständnis aufgebaut. Doch vielleicht hätte ich auch einfach gar nichts sagen und ihn einfach seinen Weg gehen lassen sollen. Ich hätte glücklich sein sollen, dass sich so ein toller Junge wie Nate in mich verliebt hatte. Ich hätte jeden Moment mit ihm genießen sollen.

 

Vielleicht wären wir dann jetzt noch zusammen. Wer weiß ...

3.4.13 18:33


like my own home.

Glück kann man nicht beschreiben, genauso wenig wie Liebe. Ist Liebe ein Gefühl? Ist es eine Einstellung? Oder ein Zustand?

Ich denke, dass jeder für sich selbst definieren muss, was Liebe ist und wann man davon sprechen kann, dass man verliebt ist. Ich zum Beispiel könnte bis heute nicht in Worte fassen, was ich unter Liebe verstehe. Doch ich wusste ganz sicher, dass ich Nate liebte.

Da ich noch kein eigenes Auto hatte, musste mich meine Mom oft zu ihm fahren. Sie mochte ihn sehr, obwohl er vor meinen Eltern manchmal ziemlich schüchtern war. Doch immer, wenn Mom und ich im Auto saßen, auf dem Weg zu ihm, fragte sie mich, wie es so lief. Es war komisch, so mit ihr darüber zu sprechen, doch ich hatte nie etwas Negatives zu sagen. Ich erzählte ihr, wie glücklich ich war, und was wir am Wochenende für Pläne hatten. Im Gegenzug erzählte Mom mir oft von ihren Freunden, die sie auf der Highschool gehabt hatte. Über Nate zu sprechen verband uns irgendwie, denn sie mochte ihn fast so sehr wie ich. Sie nannte ihn "anständig" und "vernünftig" - diese Worte hätte ich nie im Zusammenhang mit ihm verwendet, doch sie passten. Zumindest nach außen.

Genau so gut lief es mit Nates Vater. Ich verstand mich auf Anhieb super mit ihm, wir freundeten uns sofort an. Ich konnte mit ihm über alles sprechen und es machte mir auch nichts aus, wenn Nate trainieren war und ich solange mit seinem Dad fern schaute. Seine Mom war auch wirklich nett, doch mit ihr konnte ich aus irgendeinem Grund nicht so locker reden wie mit seinem Vater. Keine Ahnung, wieso.

Nates Hund Paco mochte mich nicht, doch wahrscheinlich war das nur so, weil ich zu Hause Katzen hatte und er das bemerkte. Doch auch mit dem Rest der Familie kam ich gut klar - Nates Zwillingsschwester und ich wurden bald gute Freundinnen, und ihr älterer Bruder war selten zu Hause. Ich fühlte mich unheimlich wohl bei ihnen, sie behandelten mich wie ein Familienmitglied. Nates Dad nannte mich manchmal sogar schon seine Schwiegertochter, was mich unheimlich freute.

 

Ich fühlte mich, als hätte ich endlich meinen Platz gefunden - den Platz, an dem ich mich genau so wohl fühlte wie in meinem eigenen Zuhause.

2.4.13 13:18


cannonball.

Was haltet ihr davon, wenn ich einmal einen kürzeren Eintrag schreibe? Wenn ich es mal auf den Punkt bringe?

- Okay, abgemacht.

Um an dieser Stelle Damien Rice zu zitieren:

"Stones taught me to fly
Love taught me to lie
Life taught me to die
So it's not hard to fall, when you float like a cannonball"



Denkt über diesen Liedtext nach - denn er enthält viel mehr, als er auf den ersten Blick preisgibt.

31.3.13 21:28


perfect.

Kennt ihr das, wenn ihr etwas fühlt, es aber einfach nicht ausdrücken könnt? Wenn ihr zum Beispiel etwas wahnsinnig Lustiges hört und einfach nur drauf loslachen wollt - aber irgendetwas in euch drin blockiert? Ihr lacht schon nach außen, vielleicht sogar heftig, aber ihr könnt nicht so sehr lachen, wie ihr es eigentlich wolltet? Vielleicht bin ich auch die einzige, der es manchmal so geht. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass es manchmal einfach nicht geht, seine Gefühle so auszudrücken, wie man es eigentlich will.

Genau so geht es mir, wenn ich über meine ersten Monate mit Nate sprechen will. "Freude" kommt nicht einmal annähernd an das ran, was ich eigentlich fühlte. "Glück" auch nicht. Nicht einmal der Begriff "Himmel auf Erden".
Und ich übertreibe nicht.
Ich konnte es damals nicht, und ich kann es auch jetzt nicht - beschreiben, wie unglaublich gut es mir an seiner Seite ging. Ich liebte ihn. Und dabei war es egal, ob ich ihn zu unserer Beziehung mehr oder weniger überredet hatte. Ich liebte ihn vom ersten Tag an. Doch noch viel schöner war es zu wissen, dass er mich genauso liebte.

Er hatte am Anfang solche Angst gehabt, irgendetwas falsch zu machen. Doch er konnte ja gar nicht wissen, was er für ein perfekter Freund war. Er war noch nie ein richtiger Freund gewesen. Schade. Ich bedauerte jedes Mädchen, das ihn hatte abblitzen lassen. Denn er war perfekt.

Natürlich wünschte ich mir manchmal, dass er etwas romantischer war. Dass er, wie in diesen Liebesfilmen, meinen Kopf in seine Hände nahm und mir tief in die Augen sah, bevor er mich küsste. Doch wer kann so etwas schon vom Partner verlangen? Er war jemand, der extra eine Stunde länger in der Schule blieb, nur, um mich danach noch zwei Minuten sehen zu können. Er lud mich zu jedem Fußballspiel ein und ich konnte sehen, wie stolz er auf mich war. Wenn ich am Seitenrand stand und immer extra laut klatschte, wenn er ein Tor schoss. Er war stolz, dass ich seine Freundin war. Und deshalb liebte ich ihn umso mehr.

Es war aber nicht so, dass wir komplett gleich waren - wir erkannten im Laufe der Zeit viele Unterschiede zwischen uns. Er stand zum Beispiel gar nicht auf die Metal-Musik, die ich immer hörte - er bevorzugte Jack Johnson und Bob Marley. Er stand jeden Morgen um 7 Uhr auf, egal, ob wir Schule hatten oder nicht - ich blieb an den Wochenenden immer bis um 11 Uhr im Bett liegen. Und von diesen Unterschieden gab es noch viele mehr.
Doch es war egal. Wir hatten so viele gemeinsame Vorlieben, dass alles perfekt erschien. Wir waren beide total sportlich und gingen immer zusammen joggen. Wir spielten gemeinsam Fußball und Basketball. Wir hatten genau den gleichen Filmgeschmack,  wollten beide nach der Schule nach Europa gehen. Unsere Zukunftspläne ergänzten sich perfekt, und es gab Momente, in denen ich glaubte, dass wir für immer zusammenblieben würden.

Es war wie im Märchen. Warum also hat es nicht funktioniert?
- glaubt mir, diese Frage habe ich mir oft genug gestellt. Ich weiß die Antwort nicht.

31.3.13 21:21


independant.



“Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.”

Benjamin Franklin hat das einmal gesagt - und ich finde, er hat vollkommen Recht. Wieso sollte man nicht frei und gleichzeitig sicher, geborgen sein? Kann man nicht frei und gleichzeitig gebunden sein?

Kennt ihr Leute, von denen man sagt, sie hätten so etwas wie "Bindungsangst"? Menschen, die sich nicht trauen eine Beziehung zu einem anderen Menschen einzugehen? Ich hatte mich immer gefragt, was diese Leute befürchten. Heute weiß ich, dass es in Beziehungen sehr viel gibt, wovor man Angst haben kann. Und davor sollte man auch Angst haben.
Nate hatte keine Bindungsangst, das wusste ich. Das konnte ich in seinem Blick sehen, immer, wenn wir uns begegneten. Sein Blick strahlte Freude aus und ich wusste immer, wenn er mich so ansah, dass ich etwas Besonderes war - zumindest in seinen Augen. Außerdem hatte er die wärmsten braunen Augen, die ich je gesehen hatte. Immer, wenn sich unsere Blicke trafen, wusste ich, dass er mich gern hatte - und das nicht nur als Kumpel. Und ich konnte immer, wenn wir aneinander vorbei gelaufen waren, noch Minuten danach nicht aufhören zu lächeln. So glücklich hatte er mich gemacht.

Kennt ihr Videos von Bergsteigern, die oft riesengroße Felsspalten überspringen müssen? Sie zögern nicht, sie schätzen die Entfernung einfach ab und springen. Ohne Angst zu haben. Ohne nachzudenken.
Ich finde, dass Beziehungen oft wie solche Felsspalte sind. Am Anfang können sie noch ganz nah beieinander sein, doch mit der Zeit, durch den Lauf der Natur, werden sie auseinandergetrieben. Und wenn nun der Mensch, den man liebt, auf der anderen Seite steht - dann muss man sich ganz schnell überlegen, ob man rüberspringen will oder nicht.

Bei Nate und mir ist die Spalte nicht mit der Zeit größer geworden. Sie war schon am Anfang groß. Es war keine Angst, die ihn daran hinderte, den ersten Schritt zu machen. Zumindest keine Bindungsangst. Vielleicht war einer seiner Gründe sogar Liebe. Vielleicht war ich auch viel zu altmodisch eingestellt und hatte mir eingebildet, dass der Junge den ersten Schritt machen muss. Vielleicht war das falsch. Doch ich hatte ihm schon als erste gesagt, dass ich ihn mochte - also konnte er sich doch auch mal ins Zeug legen! Er hätte mich nur im ein Date bitten müssen, mehr wollte ich ja gar nicht. Doch vielleicht war auch das schon zu viel.

Er hatte einfach solche Angst, irgendetwas falsch zu machen. Vermutlich hätte ich froh sein sollen, dass ich das erste Mädchen war, in das er so richtig verliebt war. Doch er hatte Angst, ein schlechter Freund zu sein, das erste Date zu ruinieren, mich zu früh zu küssen, überhaupt irgendetwas falsch zu machen. Natürlich hätte er mir das nie gesagt, doch auch das konnte ich in seinen Augen sehen. Er mochte mich, doch er hatte Angst. Und das als Sportler.

Sollte man einen Jungen dazu überreden, keine Angst zu haben? Sollte man ihm immer und immer wieder sagen, dass er nichts falsch machen würde und ihn "zwingen", einem näher zu kommen? Ihn zu seinem Glick zwingen? Wenn man doch genau wusste, dass da etwas zwischen einem war ...

Ich würde sehr gerne von Euch die Antwort auf diese Frage hören - denn für mich ist es schon zu spät. Ich habe meinen Schritt gemacht, ich habe ihn mit aller Kraft auf die andere Seite der Felsspalte geholt. Ich habe ihn so lange von weit drüben angeschrien, bis er gesprungen ist.
Ist das verwerflich? Ist das etwas Schlechtes, sogar dann, wenn man weiß, dass es auf der anderen Seite viel bessere Lebensbedingungen gibt?

Ist es falsch? Ist es richtig?

- Ich weiß es wirklich nicht.

28.3.13 14:45


love at first date?

Okay, ich hatte eigentlich versprochen, aus diesem Blog keinen Liebes-Blog zu machen. Doch ich hatte auch versprochen, hier die Geschichte meines Lebens zu erzählen. Und ob ihr's glaubt oder nicht, Liebe gehört wohl oder übel dazu.

Also, wo fangen wir an?

Ihr werdet hier sicher nicht alles hören, und ich werde euch nicht von jedem Typen erzählen, in den ich mal verknallt war - denn das würde schon in der Grundschule anfangen. Nein, ich werde euch erzählen, wie sich die Liebe im Leben eines Teenagers entwickelt und woher man weiß, dass es überhaupt Liebe ist. Soweit ich das sagen kann.
Deshalb sollte ich euch wahrscheinlich auch von dem Typem erzählen, in den ich zum ersten Mal so richtig verliebt war. Sein Name ist Nathan - Nate - und er geht auf meine Highschool.

Ich weiß, dass ihr jetzt denkt - ein typisches Highschool-Cheerleader-Sportler-Drama. Aber so ist es nicht. Nicht im Geringsten.

Er gehört zu den Sportlern, das stimmt schon. Aber ich bin kein Cheerleader, ich bin nicht einmal Ballkönigin oder beliebt. Ich bin normal - durchschnittlich. Und vielleicht machte genau das unsere Beziehung so einzigartig.

Glaubt ihr an Liebe auf den ersten Blick? Früher dachte ich, dass nur oberflächliche Menschen an so etwas glauben. Ich meine, wie kann man allein vom Aussehen wissen, dass man jemanden mag, geschweige denn liebt? Doch heute weiß ich, dass viel mehr dahintersteckt. Es geht nicht darum, jemandes Aussehen so perfekt zu finden, dass man sich sofort, Schlag auf Schlag, in ihn verliebt. Man verliebt sich nicht in den perfekten Mund des anderen, oder in den Adoniskörper. Nein, man verliebt sich in die Macken des anderen, man findet ihn unglaublich attraktiv, ohne ihn perfekt zu finden. Perfekte Menschen sind doch langweilig - man schaut sie ein Mal an, kann nichts kritisieren und schaut genau deshalb sofort wieder weg. 
Kennt ihr das, wenn ihr die einzige aus eurem Freundeskreis seid, die jemand anderen gutaussehend findet? Ihr seid zum Beispiel in einer Bar, seht eine Gruppe von Jungs und plötzlich fühlt man sich zu einem von ihnen so hingezogen, obwohl einem die Freundinnen sagen, dass sie ihn gar nicht so attraktiv finden. Doch da ist irgendetwas, das dich, und zwar nur dich, auf ihn aufmerksam macht. Und genau das, denke ich, versteht man unter Liebe auf den ersten Blick.

Doch trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich daran glaube. Bedeutet das, dass ich jeden, den ich bisher gesehen habe, nicht mehr lieben kann, weil es beim ersten Anblick nicht "Klick" gemacht hat?
Nein, da muss es etwas anderes geben. Auch Nate hatte ich schon gesehen, bevor ich mich in ihn verliebt hatte. Bei uns war es etwas wie Liebe beim ersten Gespräch. Oder Liebe beim ersten Date. Liebe bei der ersten Berührung, beim ersten Kuss. Da war natürlich irgendetwas zwischen uns, von Anfang an - doch nicht beim ersten Blick.

Ich kann heute noch nicht verstehen, wie das alles so kommen konnte. Ich meine, der Anfang war perfekt - Liebe, Sympathie, und das innerhalb der ersten Stunden mit ihm.
Neugierig, was passiert ist? Ich erzähle es euch - versprochen.

28.3.13 00:09


Forever Ends Today - was bedeutet das ?

Einfach so den Grund für meinen Usernamen zu nennen wäre wahrscheinlich sinnlos. Wie sollte ich denn dann noch eure Aufmerksamkeit erregen ?

Nein, ich kann den Grund nicht nennen - vor allem deshalb, weil es keinen gibt. Da ist viel mehr eine Geschichte, die hinter all dem steht. Es mag eine Liebesgeschichte sein, doch es ist eher eine Geschichte über Leid, über Erfahrungen, über Trennungen und Schmerz. Doch vor allem ist es die Geschichte über mein Leben.


Annie - 17, Columbia, South Carolina, Highschool. Halb deutsch, halb amerikanisch. So werden wir doch heutzutage alle abgestempelt. Es sind die Fakten, die die Leute hören wollen. Fakten, mit denen sie etwas anfangen können: Wo gehst du zur Schule? Was ist der Name deines Bruders, was arbeiten deine Eltern? Das sind die Smalltalk-Themen schlechthin - Fakten. Keiner fragt mehr nach den wichtigen Themen. Hast du eine leidenschaftliche Einstellung der Zukunft gegenüber? Was würdest du in diesem Moment machen, wenn du alles tun könntest, was du willst? Fändest du es reizvoll, einfach so von einer Klippe zu springen, wenn du wüsstest, dass dir nichts passieren könnte?

Das sind Themen, die niemand mehr anspricht. Doch ich bin mir sicher, dass so manches erstes Date womöglich einfacher verlaufen wäre, wenn man eher über solche Dinge gesprochen hätte. Es geht doch darum herauszufinden, ob der Gegenüber die gleichen Ansichten und Leidenschaften hat wie man selbst. Ob der andere auch ein Lebens-Liebhaber ist, der jede Minute seines Daseins genießt.


Zurück zu meinem Name - ForeverEndsToday. Für immer hört heute auf. Es bedeutet, dass wir nicht immer an morgen denken sollen. Es gibt nichts, das für immer hält. Selbst bei der Ehe, wo man sich verspricht, einander für immer zu lieben, lügt man. Wer weiß schon, ob man nach dem Tod überhaupt noch lieben kann, wo man dann ist, inwieweit man überhaupt noch fühlen kann? Es wird zwar von "bis dass der Tod uns scheidet" gesprochen, doch in den meisten Fällen fallen auch die Worte "für immer".
Also warum sollen wir uns nicht genau heute bewusst werden, dass es kein "Für Immer" gibt? Warum nicht jetzt sagen: ich werde nie jemandem versprechen, irgendetwas für immer zu tun oder zu fühlen. Denn es gibt für niemanden dieses "Für Immer".

Wenn wir - ihr und ich - uns dessen ab dem heutigen Tag bewusst sind, dann ist das Leben für uns leichter, ab heute. Da bin ich mir sicher.


Let's end forever - today. 

27.3.13 23:15


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